Einleitung
Was passiert, wenn zwei ausgebildete Spieleentwickler eine GameStar kaufen und sie live im Podcast durchblättern? Richtig: Chaos, Kalauer und überraschend viel Nostalgie für ein Medium, das eigentlich längst tot sein sollte.
Gordon hat sich die aktuelle Ausgabe für eine Bahnfahrt nach Berlin gekauft – und sie dann natürlich nicht gelesen. Stattdessen hält er jetzt eine Overhead-Kamera drüber, während Tobi aus 600 Kilometern Entfernung mitguckt und kommentiert. Das Ergebnis: Eine Stunde lang Magazin-Kritik, Branchen-Analyse und die ewige Frage, ob Print-Magazine im Jahr 2025 überhaupt noch Sinn ergeben.
Spoiler: Gordon besitzt kein DVD-Laufwerk mehr. Und er ist damit nicht allein.
Darum geht’s
Gordon und Tobi nehmen die aktuelle GameStar-Ausgabe auseinander – von der Titelstory über Titan Quest 2 bis zur Krise der Games-Industrie. Dabei diskutieren sie, was Print-Magazine heute noch leisten können und warum Steam trotzdem der König bleibt.
Was euch erwartet: GameStar-Durchblättern 📰 Titan Quest 2 Preview ⚔️ Painkiller-Comeback 💀 Games-Industrie-Krise 📉 Steam vs. Print 🎮
Für wen: Für alle, die sich fragen, ob man 2025 noch Papier anfassen muss, um über Spiele informiert zu sein. Für Nostalgiker, die den Geruch frischer Druckerschwärze vermissen. Und für jeden, der schon mal eine Zeitschrift für die Bahnfahrt gekauft und dann doch nur aus dem Fenster gestarrt hat. Kurz gesagt – für alle Nerds mit Herz, die ihre Gaming-News gerne mit Haptik serviert bekommen.
Die Highlights aus dem Heft
Titan Quest 2 – Das „Anti-Diablo“ aus München

Die Titelstory der Ausgabe widmet sich dem Action-RPG Titan Quest 2, das sich bewusst gegen die Loot-Spirale von Diablo positioniert. Gordon liest begeistert vor: „Nichts hier ist irgendwelchen Monetarisierungsmodellen untergeordnet oder auf Biegen und Brechen modernisiert.“
Gordon: „Das liest sich ja schon mal ganz krass, wenn die da so von schwärmen. Und das Ding kommt aus München? Das wusste ich nicht. Respekt!“
Tobi: „Ich hab das erste gespielt, das war super. Aber das hat nie aufgehört. 100 Stunden, ich will einfach nur aufhören!“
Das Spiel ist bereits im Early Access auf Steam und Epic verfügbar. Die GameStar vergibt eine vorläufige Wertung von 80-90% – mit viel Potenzial nach oben.
Entwickler: GrimloreGames (München) | Publisher: THQ Nordic
Painkiller – Der Höllen-Koop kehrt zurück

Der Klassiker aus den 2000ern kommt als kooperativer Shooter zurück. Laut GameStar-Preview trifft das Spiel „genau die Nische zwischen Doom Eternal und Vermintide/Darktide“.
Gordon: „Das Gunplay knallt wie eine doppelläufige Shotgun. Die Atmosphäre ist düster, gotisch und doch herrlich überzeichnet.“
Tobi: „Das war ja so eine ganz merkwürdige Generation von Spielen. Die wollten die Oldschool-Shooter neu auflegen, aber sind in eine ganz eigene Richtung gegangen.“
Entwickler: Anshar Studios | Publisher: 3D Realms
Zero Space – StarCrafts Erbschleicher?

Ein neues Sci-Fi-RTS, das versucht, in die riesigen Fußstapfen von StarCraft zu treten. Gordon ist skeptisch.
Gordon: „Das sieht mir irgendwie aus wie eine Kombination aus StarCraft und Mass Effect. Ich finde auch, das Genre ist ziemlich durch.“
Tobi: „StarCraft 2 hat was die Inszenierung angeht so unfassbar was vorgelegt – kein Mensch wird das jemals nochmal machen können.“
Die beiden sind sich einig: Für ein Strategiespiel mit AAA-Kampagne braucht man „richtig Eier“ und hunderte Millionen Dollar.
Hotel Architect – 93% auf Steam, keiner kennt’s

Ein Aufbauspiel, das unter dem Radar fliegt, aber auf Steam hervorragend bewertet wird.
Gordon: „Das ist so was, was ich mit meiner Tochter spielen würde. Das finde ich geil.“
Tobi: „Martin Deppe ist auch noch dabei. Krass!“
Pioneers of Pagonia – Der Siedler-Erfinder im Interview

Die GameStar interviewt Volker Wertich, den Erfinder der Siedler-Reihe, zu seinem neuen Projekt.
Gordon: „Der hat damals Siedler erfunden und ist dann rausgegangen, weil das nicht mehr das war, was er machen wollte. Das neue Siedler bei Ubisoft ist ja richtiger Schmutz geworden. Und Pioneers of Pagonia ist sehr erfolgreich – genau das, was die Leute haben wollten.“
Die Meta-Diskussion: Print vs. Online
Braucht man 2025 noch Gaming-Magazine?
Gordon und Tobi diskutieren ausführlich über den Wert von Print-Magazinen im digitalen Zeitalter:
Tobi: „Diese Artikel kann ich mir auch online angucken, mach ich dann aber auch meistens nie. Die Reviews geben mir nicht mehr so viel – da guck ich mir lieber ein Video kurz an.“
Gordon: „Ich würde jetzt nicht anhand von einem Artikel entscheiden, ob ich mir das Spiel kaufe. Für mich ist es eher Beschäftigung.“
Das Problem laut Tobi:
- Online-Artikel sind von Werbung umzingelt
- Autoplay-Videos nerven
- Das Layout ist chaotisch
Der Vorteil von Print:
- Schönes Bildmaterial
- Ruhiges Leseerlebnis
- Keine Pop-ups
Das Fazit: Beide schauen lieber GameStar-Videos auf YouTube als die Artikel zu lesen. Die Ironie ist ihnen bewusst.
Die Krise der Games-Industrie
Die GameStar widmet einen großen Artikel der aktuellen Branchenkrise. Gordon und Tobi ordnen ein:
Gordon: „Nach dem Corona-Boom – das ist das Ding. Wenn du in Corona so viele Leute anstellst und du nicht nachvollziehen kannst, wer wie viel leistet… Dann wird das Geld weniger und du merkst: Oh, schwierig mit so vielen Leuten.“
Tobi: „In den 80ern war es die Menge an Spielen ohne Qualitätskontrolle. Und das hast du ja gerade aktuell wieder – Steam lässt alles drauf.“
Die Parallelen zum Crash von 1983:
- Überangebot an Spielen
- Fehlende Qualitätskontrolle
- Marktsättigung
Der Unterschied: Damals wurden E.T.-Module in der Wüste vergraben. Heute verschwinden Spiele einfach in der Steam-Bibliothek.
Steam Hardware Survey: Die Realität der PC-Gamer
Gordon zitiert die aktuelle Steam-Umfrage und zerlegt Randy Pitchfords Aussage, dass man für Borderlands 4 eine RTX 5090 brauche:
Gordon: „Die häufigste Grafikkarte hat 8 GB Videospeicher – das sind zwei Generationen zurück! Die häufigste Auflösung ist Full HD. Lächerlich, was der Grützkopf da sagt.“
Die Fakten:
- 60% nutzen Windows 11
- 42% haben 16 GB RAM
- Häufigste GPU: RTX 4060 (4,6%)
- Häufigste Auflösung: 1920×1080
Wusstet ihr schon?
🎮 Die GameStar gibt es seit 1996/97 – also fast 30 Jahre. Gordon und Tobi waren damals eher PC-Games-Leser.
📀 Die GameStar XL kommt immer noch mit DVD – obwohl kaum jemand noch ein Laufwerk hat. Gordon: „Haben die keine USB-Sticks? Oder einen QR-Code?“
🏠 Titan Quest 2 wird in München entwickelt – von GrimloreGames, den Machern von Spellforce 3.
💰 Das GameStar Plus Print XL Abo kostet 14€/Monat – oder 126€ im ersten Jahr mit Rabatt.
🎯 MapGenie gehört zu Ziff Davis – also IGN und Eurogamer. Tobi nutzt es für Collectibles in Open-World-Spielen.
📱 Früher wurde jede App im App Store händisch geprüft – heute kommen tausende Spiele pro Monat auf Steam, und niemand kann das noch überblicken.
Outro
Viel Spaß beim Hören!
Tobi & Gordon
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