Minikonsolen – Von NES Classic bis Mega Drive Mini: Alles Emulation, aber mit Herz
Ihr kennt das: Da steht ihr im Laden, seht diesen winzigen Super Nintendo auf dem Grabbeltisch, packt ihn aus, steckt ihn an den Fernseher – und plötzlich ist es 1993. Die Musik geht los, das Menü poppt auf, und für einen kurzen Moment seid ihr wieder 12 Jahre alt und überlegt, ob ihr erst Mario Kart oder Zelda zockt. Willkommen in der Welt der Minikonsolen, wo Gordon und Tobi, zwei ausgebildete Spieleentwickler und Hosts des Videogamecasts, den großen Mini Konsole Überblick liefern – von der NES Classic bis zum Mega Drive Mini.
In dieser Folge geht es explizit nicht um den FPGA-Hardcore-Kram, den Tobi in seiner Bude stehen hat – wer das sucht, findet alles in der Analogue & Everdrives Folge. Hier geht es um die andere Seite: Software-Emulation. Günstig, unkompliziert, Anstöpseln und losspielen. Für alle, die den alten Scheiß zocken wollen, aber keine tausende Euros dafür ausgeben möchten.
“Der große Unterschied zwischen dem Hardcore-Shit, den Tobi hat, und dem Softcore-Shit, den ich euch jetzt vorstelle, ist einerseits der Preis und andererseits die Exaktheit der Wiedergabe.” – Gordon
Tobi erklärt den technischen Unterschied zwischen FPGA und Software-Emulation so nüchtern wie möglich: Bei FPGA sagst du der Hardware, wie sie sich konfigurieren soll. Bei Software-Emulation schreibst du ein Programm, das so tut, als wäre es eine andere Konsole. Beides kann 99,999 Prozent akkurat sein – aber bei der Software hast du immer ein Betriebssystem dazwischen, das Rechenleistung frisst. “Und je nachdem, was du emulieren willst, kostet das halt massiv Rechenkapazität”, ergänzt Tobi. Super Nintendo geht mit schwachen Rechnern. PlayStation 2? Braucht einen Boliden.
NES Classic Mini – Der Startschuss für den modernen Retro-Wahnsinn
2016. Ende des Jahres. Das NES Classic Mini kommt raus und die Welt dreht durch. Gordon hat sich gleich zwei reservieren lassen müssen – im Media Markt oder Saturn, “die haben eine Palette bekommen und das Zeug war innerhalb von Minuten vergriffen.” Die Dinger gingen danach auf eBay für über 100 Euro weg. Wer nicht schnell genug war, guckte in die Röhre. Künstliche Verknappung, Nintendo-Style.
Aber das Gerät selbst? Absolut magisch. Du schaltest es ein, kein Bootscreen, kein Ladebildschirm – “kurzer schwarzer Bildschirm, ein-zwei Sekunden, Plop, und du bist im Menü.” Musik geht los, Chiptunes, siebter Himmel. Das Safe-State-System ist “richtig schön grafisch dargestellt” – kleine Bildausschnitte, die über eine Auswahl schweben, und wenn du einen überschreibst, “haut er den quasi so kaputt und ersetzt den.” Alles sehr liebevoll gestaltet.
Was drauf war: Balloon Fight, Bubble Bobble, Castlevania 1 und 2, Donkey Kong, Dr. Mario, Final Fantasy 1, Kirby’s Adventure, Legend of Zelda, Mega Man 2, Metroid, Super Mario Brothers 1 bis 3, und noch einiges mehr. “Völlig unausgewogen”, findet Gordon die Liste – Balloon Fight neben Zelda? “Einige von den Sachen, sowas wie Balloon Fight, ich verstehe nicht, warum die das auf jede Compilation jedes Mal mit draufpacken.”
Was Gordon auf dem Ding spielt: Dr. Mario. Gegen seine Frau. Immer und immer wieder. “Das Spielprinzip ist einfach und simpel und unterhält wirklich lange.”
Der eine große Makel: Das Controllerkabel. Ein halber Meter. Gefühlt. “Die haben das selbst beim europäischen und amerikanischen Gerät so designed, dass das dem japanischen Exemplar entspricht, wo die Kabel auch ganz kurz waren.” Also brauchst du sofort eine Kabelverlängerung. Gordon hat sich eine mitschenken lassen. Klug.
Und natürlich haben “findige Leute nicht mal eine Woche gebraucht”, um rauszufinden, dass man eigene Spiele draufpacken kann. Inklusive der schönen Ironie: Nintendo hat für den eigenen Emulator gerippte ROMs aus dem Internet verwendet, statt ihre eigenen Cartridges mit einer Retrode auszulesen. “Die haben nicht mal die Muße besessen, irgendwo in den Keller zu gehen und die Cartridges rauszukramen”, empört sich Tobi. Eigener Emulator, geklauter Scheiß aus dem Netz.
SNES Classic Mini – Gordons Lieblingskonsole (und Star Fox 2 kann man vergessen)
Ende 2017 kam das Super Nintendo Classic Mini – und diesmal hatte Nintendo wenigstens ein paar Fehler korrigiert. Längere Controllerkabel! Zwei Controller in der Box! Jubel auf allen Kanälen. Was sie nicht korrigiert haben: Wenn du das Spiel wechseln willst, musst du aufstehen und die Reset-Taste drücken. “So wie früher”, stöhnt Gordon. Natürlich hat er sich sofort per Custom-Software einen Reset-Button auf den Controller programmiert. “Ich bin zu faul zum Aufstehen.”
Die Mini Konsole sieht wieder aus wie das Original – in Europa die hübsche Version mit vierfarbigen Buttons, in den USA “die hässlichste Version” mit dem grauen Kasten und den lila Tasten. Gordon versteht bis heute nicht, was sich die Amerikaner dabei gedacht haben.
Die Spieleliste? Kontra 3, Donkey Kong Country, Final Fantasy 6, Kirby Superstar, Zelda: Link to the Past, Mega Man X, Secret of Mana, Street Fighter 2 Turbo, Super Castlevania 4, Super Mario Kart, Super Mario World, Super Metroid, Yoshi’s Island – und das nie erschienene Star Fox 2.
Star Fox 2 war der große Coup: Ein Spiel, das nie veröffentlicht wurde, jetzt exklusiv auf dem SNES Classic Mini. Und Gordons Urteil? “Unspielbar. Teil 1 unspielbar. Teil 2 noch unspielbarer. Ich glaube, Teil 2 spielst du durchschnittlich mit 12 Frames, wenn es überhaupt hochkommt.” Kein Wunder, dass Nintendo das Spiel damals nicht released hat – die PlayStation war schon draußen, die Hardware schlicht zu schwach.
Was Gordon sich wirklich draufgepackt hat: Tetris Battle Gaiden – ein japanisches Multiplayer-Tetris mit Zaubern und Charakteren, das er mit seiner Frau spielt. “Jedes Mal wenn wir so ein bisschen Zeit haben und keine Lust haben, irgendeinen Film zu gucken, schmeißen wir Tetris Battle Gaiden an.” Dazu Wild Guns, Demons Crest (“schweineteuer, das Spiel irgendwo zu bekommen”), Chrono Trigger (“für mich der Gipfel des klassischen JRPG”), Turtles in Time, Dragon Ball Hyper Dimension und die Goemon-Spiele. “Alle japanisch. Mit Komplettlösung macht’s dann mehr Spaß.”
Was die Spieleauswahl angeht, nervt Gordon eine Sache generell: Chrono Trigger fehlt auf dem SNES Classic Mini. “Das muss irgendein Lizenzproblem sein. Final Fantasy 6 keine Frage, Klassiker. Aber für mich ist Chrono Trigger der Gipfel.”
Was auch eine große Erkenntnis war: Auf dem SNES Classic Mini kannst du auch NES-Spiele spielen. “Es ist mehr oder weniger das gleiche Gerät in einer anderen Hülle.” Eine einzige Software-Modifikation schaltet die NES-Emulation frei. Insofern: Wer beides will, braucht eigentlich nur eines.
Wer tiefer ins Controller-Thema einsteigen will: Der ultimative Controller-Kaufratgeber 2026.
AtGames – Finger weg vom Grabbeltisch
Bevor wir zur PlayStation Classic und zum Mega Drive Mini kommen, ein Wort zu AtGames. Ihr kennt die Dinger: “Zur Weihnachtszeit bei Aldi oder Lidl auf dem Grabbeltisch”, beschreibt Gordon. “Du siehst Sonic auf der Verpackung, guckst erstmal hin – oh, AtGames, 32-in-1 Retro Mega Drive Konsole, cool!” Und dann machst du das Ding auf und deine Finger krümmen sich nach außen.
“Der Controller ist kacke, die Emulation ist kacke, der Videoausgang ist kacke. Es ist einfach nur alles kacke bei den AtGames-Sachen”, fasst Gordon zusammen. Composite-Anschluss. In 2019. “Und du kriegst sofort Augenkrebs, wenn du die Mini Konsole anmachst.”
Gordon hat den Controller in der Hand gehabt: “Oh Gott, das Plastik ist giftig, das brennt sich in meine Haut ein, und der Klickwiderstand bei den Buttons – das ist so kacke.” Bei den Sega-Versionen konntest du wenigstens Original-Cartridges reinstecken. “Die Spiele sind trotzdem nicht besser geworden, aber du hast deiner alten Cartridge noch mal einen Blowjob gegeben, damit die überhaupt funktioniert hat.”
Klare Ansage: Niemals ein AtGames-Produkt kaufen. Durch die Bank weg Scheiße. Das gilt für die Sega-Klone genauso wie für die Atari Flashback Konsolen.
Playstation Classic – 30 Euro Staubfänger mit PAL-Problem
“Ich hole die mal kurz.” Gordon greift hinter sich, packt seine PlayStation Classic aus dem Regal – und das ist schon das Beste an dem Gerät. Denn die Verarbeitung? “Richtig cool gemacht. Fühlt sich wirklich gut an.” Das Gehäuse ist liebevoll nachgebaut, der Controller entspricht dem Original. Soweit die positiven Nachrichten.
Der Rest? Ein Desaster. Sony hat einen Chip verbaut, der nicht stark genug ist für flüssige PS1-Emulation. Noch dazu haben sie PAL-Versionen vieler Spiele verwendet – 50 Hz statt 60 Hz. Um das zu kaschieren, haben sie versucht, die Spiele per Emulator auf 60 Hz hochzurechnen. “Zwischen 50 und 60 Hz hast du einfach immer so ein Flackern. Denen war das wahrscheinlich scheißegal”, vermutet Tobi. “Die dachten, wir packen einfach die 50-Hz-Versionen drauf, die laufen flüssig, und hoffentlich merkt’s keiner.”
Und der Controller? Generation 1. Ohne Analogsticks. “Damit fallen automatisch sämtliche coolen Spiele weg, die man hätte draufpacken können, weil du sie einfach nicht spielen kannst ohne Analogsticks”, regt sich Gordon auf. “Es sind sogar Spiele drauf, die du analog steuern kannst – aber sie haben das einfach rausgepatcht.”
Die ursprüngliche Preisvorstellung: 100 Euro. Gordon hat nicht mal 29 Euro dafür ausgegeben. Inzwischen liegt das Ding bei 20 Euro, “weil das wie Blei in den Regalen liegt.” Gordons Prognose an die eBay-Reseller: “Ihr dämlichen Reseller, ich hoffe, ihr habt euch alle ins tiefe Minus gestürzt.”
Was besonders absurd ist: Sony hat mit der PSP bereits den perfekten PS1-Emulator. “Und warum auch immer haben sie sich bei der PlayStation Classic dafür entschieden, einen Open-Source-Emulator aufzupacken, der schlechter ist.” Tobi: “Dämlich. Einfach nur dämlich.”
Gordon hat das Gerät angeslossen, gespielt, “für schlecht befunden und ins Regal gestellt. Die Konsole. Alles gut. Ist mehr oder weniger mein Amiibo sozusagen.”
Die Spieleauswahl? Mau. Tekken 3 in PAL-Version. Rainbow Six. Destruction Derby 1 statt 2. Resident Evil Directors Cut – “die beschissenste Version”, die mit dem ersetzten Soundtrack, wo sie den originalen Komponisten rausgeworfen haben und jemand anders “so ein Stümper-Gedüdel” drüberlegen musste. Legendär schlecht.
Was man mit dem Ding machen kann: Raspberry Pi reinbauen, modden, BleemSync installieren, eigene Spiele draufpacken. “Die Hülle ist wirklich cool. Den ganzen Innereien rausholen und dann Raspberry Pi reinbauen” – Gordon hat’s sich überlegt, ihm fehlt nur die Zeit.
Mega Drive Mini – M2 rettet Sega vor dem AtGames-Albtraum
Und dann kam der Mega Drive Mini. Frisch erschienen, gerade mal ein paar Wochen alt zum Zeitpunkt der Aufnahme. Keiner der beiden hat die Mini Konsole selbst – Gordon wartet auf den Preisverfall, Tobi hat die Analogue-Hardware und braucht kein Emulationsgerät. Aber beide sind sich einig: Das Ding ist ein Erfolg. Warum? M2.
Sega hat auf die Fans gehört. Ursprünglich sollte AtGames die Konsole produzieren – und alle haben geschrien: “Warum?! Wenn ihr das jetzt machen wollt, dann macht es halt einmal richtig!” Und sie haben es tatsächlich gemacht. M2 ins Boot geholt, den Termin verschoben, das Ding komplett neu aufgezogen. “Fast wie bei dem Sonic-Film-Debacle”, vergleicht Tobi. “Die haben echt drauf gehört und das noch mal neu gemacht.”
Die Hülle? “Die beste von den ganzen Konsolen insgesamt”, findet Tobi. Viele liebevolle Details: Die Klappe für die Cartridge lässt sich einklappen, der Lautstärkeregler funktioniert tatsächlich, und sogar die Plastikabdeckung für den Mega-CD-Connector ist dabei. In Japan kannst du dir sogar die Sega-CD- und 32X-Addons als rein kosmetische Aufsätze dazukaufen – “du kannst dir den Tower of Power zusammenbauen.”
Die Spieleauswahl ist stark: Beyond Oasis (“bei uns als Story of Thor bekannt – super super cool”), Castle of Illusion, Golden Axe, Landstalker, Road Rash, die Sonic-Spiele in NTSC (“zum Glück!”), Shining Force, Streets of Rage – und zwei Exklusivtitel, die den Sammlermarkt aufmischen: Tetris in der ultra-seltenen Mega-Drive-Version und Darius, ein Port, der vorher nicht existierte.
Was die Controller angeht: Drei-Tasten-Controller liegen bei. Logisch, das Original hatte auch nur drei Tasten. Weniger logisch: Es sind Sechs-Button-Spiele drauf wie Street Fighter 2. “Warum haben sie dann nicht gleich den Sechs-Button-Controller reingepackt?”, fragt Gordon. Kann man nachkaufen, klar. Aber merkwürdig.
Ein Punkt, der nach den ersten Tests aufkam: Sound Delay von ungefähr 8 Frames – also knapp über eine Zehntelsekunde Verzögerung beim Sound. “Das fällt dir aber wirklich nur auf, wenn du die Spiele so unglaublich krass gespielt hast früher”, sagt Gordon. “Mir fällt das mit Sicherheit nicht auf.” Relevant? Ja. Dealbreaker? Für 99 Prozent der Leute: Nein.
Gordons Mega-Drive-Nostalgie schimmert durch: “Ich bin zwar mit den Nintendo-Sachen aufgewachsen, aber ab einem bestimmten Zeitpunkt habe ich tatsächlich nur noch Mega Drive gespielt.” Er freut sich auf Story of Thor, Road Rash (“wenn ich den Namen vorlese, habe ich sofort die Musik im Kopf”), und Ecco the Dolphin – “nie durchgespielt, weil ich nicht verstanden habe, was man machen muss. Am Ende kämpft man gegen Aliens. Hätte ich ja niemals gedacht.”
Was fehlt: “Dune 1. Das habe ich lange auf dem Mega Drive gespielt.” Und die unterschiedlichen Regional-Versionen nerven auch hier – die japanische und die chinesisch-koreanische Version haben andere Exklusivtitel wie Alien Soldier von Treasure.
Wer den Kontext der Analogue-Konsolen und FPGA-Hardware sucht, findet alles in unserer Analogue & Everdrives Folge. Und wer wissen will, wie Gordon und Tobi ihre Setups generell aufgebaut haben: Gaming Setups 2019 und Gaming Setups 2021.
C64 Mini, Neo Geo Mini – Die Nischenprodukte
Kurz angerissen werden auch das C64 Mini und das Neo Geo Mini. Beim C64 Mini ist der Gag, dass die Tastatur nur Deko ist – das Gerät ist eine verkleinerte Tastatur, aber tippen kann man darauf nicht. “Zum Spielen vollkommen ausreichend”, findet Gordon. “Und als Completion für das Regal kann man sich das Ding gut kaufen.” Gibt’s inzwischen für unter 50 Euro. Die Spieleauswahl ist mau – viele Gratis-Titel, “die eigentlich keiner kennt.” Aber für Nostalgiker mit C64-Vergangenheit durchaus einen Blick wert.
Das Neo Geo Mini hingegen ist ein Bartop-Arcade mit eingebautem Bildschirm. Auf dem kleinen Display sieht’s super aus. Sobald du HDMI anschließt? “Unspielbar”, urteilt Gordon, der das Ding auf der Gamescom persönlich getestet hat. “Ich habe da Metal Slug drauf gespielt und das sah wirklich furchtbar aus.” Weichgezeichnet, verwaschene Pixel, ganz merkwürdig. Der externe Controller hat auch keine Mikroschalter – “da haben sie sich die 10 Euro gespart.” Und das Tastenlayout wurde ohne erkennbaren Grund geändert. Schade, denn das Neo Geo an sich ist ein absolutes Liebhabergerät mit legendärem Arcade-Feeling.
FPGA vs. Software-Emulation – Gordons ehrliche Einschätzung
Am Ende wird’s grundsätzlich. Gordon hat keine Analogue-Konsole. “Ich habe ja auch keine von den Analogue-Konsolen. Dafür habe ich halt diese Classic Mini Konsolen. Mir ist das ausreichend.” Er hat einen umgebauten Super Nintendo und einen Framemeister für die Puristen-Momente, aber für den Alltag reicht ihm die Emulation.
Tobi sieht das Minikonsolen-Phänomen als kulturelles Statement: “Es ist nicht mehr nur Nische, sondern das ist tatsächlich Trend inzwischen. Retro.” Und er glaubt, dass der Schwung, den die Homebrew- und Hobbyist-Szene bekommen hat, nicht so schnell abebben wird.
Die Zukunft? N64 Classic Mini wird spekuliert – “aber der Controller wird das Problem”, sagt Tobi. Der originale Analogstick war eine eigene Technik, und den ordentlich nachzubauen, ohne dass er sofort kaputtgeht, ist eine echte Herausforderung. Saturn Mini scheitert vermutlich am Speicherbedarf der CD-Images. Und dann hat Analogue gerade den Pocket angekündigt – einen FPGA-Handheld für Game Boy, Game Gear, Neo Geo Pocket Color und mehr.
Gordon zur Zielgruppe: “Es gibt die Hardcore-Fans, die auch sowas wie diese 8 Frames Sound Delay zu bemängeln haben. Und dann gibt’s die Leute, die wollen das einfach nur spielen, was sie früher gespielt haben. Die spielen die Spiele auch in 16:9. Es ist denen einfach scheißegal.”
🧠 Wusstet ihr schon?
🎮 Nintendo hat für das NES Classic Mini gerippte ROMs aus dem Internet verwendet statt die eigenen Cartridges mit einem ROM-Dumper auszulesen – obwohl sie den Emulator selbst programmiert hatten.
🕹️ Das SNES Classic Mini kann mit einer einzigen Software-Modifikation auch NES-Spiele abspielen – technisch steckt in beiden Mini Konsolen dieselbe Hardware.
📺 Sony hatte mit der PSP bereits einen perfekten PS1-Emulator entwickelt, entschied sich bei der PlayStation Classic aber für einen schlechteren Open-Source-Emulator – und verwendete obendrein PAL-Versionen vieler Spiele.
🎵 Der Mega Drive Mini war ursprünglich als AtGames-Produkt geplant, bis die Fan-Proteste so massiv wurden, dass Sega die Entwicklung an M2 übergab – dasselbe Team, das die legendäre Sega Ages Reihe produziert.
🧲 Das Arcade-Spiel Death Race aus den 1970ern war eines der ersten Videospiele, das eine “Gewalt in Spielen”-Debatte auslöste – Eltern rotteten sich zusammen, um die Automaten physisch aus den Spielhallen zu entfernen.
Viel Spaß beim Hören!
Tobi & Gordon
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[…] sich für die Emulations-Thematik interessiert: In unserer Minikonsolen-Folge haben wir uns ausführlich mit den Vor- und Nachteilen der verschiedenen Emulationskisten […]