Star Wars Action Spiele: Klassiker & Enttäuschungen im Check
Willkommen zurück in einer weit, weit entfernten Galaxie! In der vierten Folge unserer epischen Star Wars-Retrospektive stürzen sich die Spieleentwickler Gordon und Tobi kopfüber in die Action-Titel des Franchise. Von obskuren Japan-Exklusivtiteln, bei denen sich Darth Vader in einen Skorpion verwandelt (ja, wirklich!), über die legendären Super Star Wars-Spiele bis hin zum unterschätzten Bounty Hunter – hier wird kein Stormtrooper am Leben gelassen.
Gordon kommt frisch von der Gamescom zurück und hat dort nicht nur mit den Machern von Dawn of War 4 gequatscht, sondern auch eine handfeste Meinung zum neuen Xbox-Handheld entwickelt. Spoiler: Er ist nicht begeistert. Aber keine Sorge, der eigentliche Star dieser Episode ist die Gaming-Geschichte von Star Wars – und die ist wilder, als ihr denkt.
Darum geht’s
Gordon und Tobi arbeiten sich durch die Action-Spiele der Star Wars-Reihe – von den frühen NES-Titeln über die legendären Super Star Wars-Games bis hin zu Dark Forces und Bounty Hunter. Ein wilder Ritt durch Retro-Action, Pixelkotze und überraschend gute Doom-Klone.
Was euch erwartet: Skorpion-Vader auf dem NES 🦂 Super Star Wars Chaos auf dem SNES 💥 Dark Forces als Doom-Killer 🔫 Bounty Hunter mit Jango Fett 🚀
Für wen: Für alle, die sich fragen, warum früher alles so verdammt schwer war und trotzdem Bock auf Retro-Action haben. Für Leute, die beim Anblick eines Sandcrawlers nostalgische Gefühle bekommen. Kurz gesagt – für alle Nerds mit Herz, die ihre Blaster-Finger noch nicht verlernt haben.
Die Spiele im Detail
Star Wars (NES, Japan-exklusiv, 1987)

Gordon: „Was ist das denn für ein komischer Scheiß? Darth Vader verwandelt sich in einen Cartoon-Skorpion?“
Tobi: „Das reiht sich ein in die weirden Exklusivspiele für westliche Properties, die du in Japan hattest. Und es ist brutal schwer – du darfst nicht einmal getroffen werden, sonst stirbst du instant.“
Verdict: 💩 Finger weg – es sei denn, ihr wollt euch Darth Vader als Skorpion antun
Star Wars (NES, 1991)

Gordon: „Die haben das Intro nachgebaut. Es hält sich wesentlich enger an die Vorlage.“
Tobi: „Du musst eigentlich herausfinden, was du als erstes machen musst und in welcher Reihenfolge. Es ist nonlinear, ein bisschen wie das Turtles-Spiel. Und es hat nachher superfiese Teleporter-Labyrinthe.“
Verdict: 😐 Kann man skippen – außer man steht auf Frustration
Star Wars: The Empire Strikes Back (NES, 1992)

Gordon: „Das ist ja so fix das Spiel! Hier kannst du wie ein fucking Maschinengewehr schießen. Sind die bescheuert oder was? Das kann doch keiner spielen.“
Tobi: „Es ist wirklich für NES schlecht. Die Audio-Samples und der Soundtrack sind wirklich eine Qual. Ständig so crunchy komische Geräusche von deinem Tauntaun.“
Verdict: 💩 Unspielbar – selbst für Masochisten
Super Star Wars (SNES, 1992)

Gordon: „Das ist nur durch repetitives Wiederspielen zu meistern gewesen. Du musstest eigentlich auswendig wissen, wo du hin musst und wie die Gegner spawnen.“
Tobi: „Es ist ein Sidescroller mit viel Action auf dem Screen. 10.000 Mal besser als die NES-Spiele. Es passiert unglaublich viel, alles explodiert. Die Action ist extrem over the top – ich würde es fast mit Turrican vergleichen.“
Verdict: 🏆 Empfehlung – wer SNES-Action mag, muss das gespielt haben
Super Star Wars: The Empire Strikes Back (SNES, 1993)

Gordon: „Du hast hier sehr viel mehr im Hintergrund, was du im ersten Teil noch nicht hattest. Das Laserschwert wird länger, wenn du Power-Ups einsammelst.“
Tobi: „Es sieht noch ein bisschen besser aus. Du hast diesen krassen Dreh-Slash – das ist eine meiner Lieblingsangriffe in Spielen generell.“
Verdict: 🏆 Empfehlung – mehr vom Gleichen, aber polierter
Super Star Wars: Return of the Jedi (SNES, 1994)

Gordon: „Spätestens jetzt merkst du, das hätte auch alles ein Spiel sein können. Das sieht genau so aus wie die Vorgänger.“
Tobi: „Die Sequenzen sehen noch bisschen krasser aus. Das sah fast so pseudo-3D aus, wie ein 3D-Model. Mode 7 halt.“
Verdict: 👍 Solide – für Completionists, aber kein Must-Play nach den ersten beiden
Star Wars: Dark Forces (PC, 1995)

🟢 Läuft problemlos (Remaster verfügbar)
Gordon: „Das war der erste Eintrag in diese First-Person-Welt. Die Spiele danach sind alle nur noch geiler geworden – bis hin zu Third Person bei Jedi Academy.“
Tobi: „Das ist die Einführung von Kyle Katarn ins erweiterte Universum. Ein First-Person-Shooter nach Doom mit einer eigenen Engine, die Räume über anderen Räumen ermöglicht. Das Remaster sieht noch mal deutlich krasser aus.“
Verdict: 🏆🏆 Absolute Pflicht – der Grundstein für alles, was danach kam
Star Wars: Shadows of the Empire (N64/PC, 1996)

🟡 Kleine Anpassungen nötig
Gordon: „Das war ein Novum zu dem Zeitpunkt. Neuer Charakter, Third-Person-3D. Und dass sowas auf eine Nintendo-Konsole rauskommt – das war halt krass. Würde ich heute noch spielen, aber es bräuchte ein Remaster.“
Tobi: „Das war Teil dieser Multimedia-Strategie mit Buch, Soundtrack und Comic. Du hast Fahrzeug-Sachen und Third-Person-Plattformer. Die Schlacht von Hoth ist immer noch geil spielbar – das Rumwickeln mit dem Tow-Cable macht richtig Bock.“
Verdict: 🏆 Empfehlung – ein Hidden Gem, das ein Remaster verdient hätte
Star Wars: Demolition (Dreamcast/PlayStation, 2000)

Gordon: „Das ist nichts Besonderes. Das ist ein Car-Combat-Spiel mit Star-Wars-Texturen drin. Fertig.“
Tobi: „Das ist von den selben Leuten wie Vigilante 8. Arena-Vehicle-Combat. Du kannst sogar einen Rancor reiten! Aber ich fand es sehr schwierig, da wieder reinzukommen.“
Verdict: 😐 Mittelmaß – nur für Hardcore-Car-Combat-Fans
Star Wars: The Clone Wars (PS2/GameCube/Xbox, 2002)

Gordon: „Das hat Spaß gemacht. Es ist kurzweilig. Diese Spiele haben null Anspruch – jeder kann das sofort zocken. Ohne Star Wars-Lizenz wäre das Generic Robot Combat 5 gewesen.“
Tobi: „Das ist der Battlefront-Prototyp! Das erste Star Wars Game von Pandemic. Die Vehikel-Sektionen sind richtig cool. Aber die On-Foot-Missionen steuern sich ganz fürchterlich – sie haben einfach die Tank-Steuerung auf den Charakter gemapped.“
Verdict: 👍 Solide – als Battlefront-Vorgeschmack durchaus spielbar
Star Wars: Bounty Hunter (PS2/GameCube, 2002 / Remaster 2024)

🟡 Kleine Anpassungen nötig (Remaster verfügbar)
Gordon: „Das Ding ist, du musst zum Ende des Levels kommen und kannst alles abballern. Als optionales Ziel musst du die Leute gefangen nehmen – dafür musst du aber jeden Charakter vorher scannen, was oft super stressig ist.“
Tobi: „Die Spielerführung ist nicht besonders gut. Du siehst nicht mal, dass da irgendwas sein soll. Ich hab acht Minuten gebraucht, bis ich mal weitergekommen bin. Aber mit dem Jetpack macht das Spiel dann richtig Spaß!“
Verdict: 👍 Solide – mit dem Remaster deutlich besser spielbar, aber nicht perfekt
Wusstet ihr schon?
🦂 Skorpion-Vader: Im Japan-exklusiven Star Wars NES von 1987 verwandelt sich Darth Vader in einen Skorpion, wenn du ihn triffst. Niemand weiß warum.
🎮 Multimedia-Experiment: Shadows of the Empire war Teil einer riesigen Multimedia-Strategie mit Buch, Soundtrack, Comics und Spielzeug – weil LucasArts die Durststrecke zwischen den Original-Filmen und den Prequels überbrücken wollte.
🔫 Dark Forces Engine: Die Jedi Engine von Dark Forces wurde später auch für Outlaws (den Western-Shooter) verwendet – Doom im Wilden Westen!
🚀 Battlefront-DNA: Star Wars: The Clone Wars von Pandemic war der direkte Vorläufer zu Battlefront. Man sieht die Ähnlichkeiten in den Fahrzeug-Sektionen deutlich.
💀 Screen Nuke: Der Thermaldetonator in Super Star Wars funktioniert wie eine Screen-Nuke – einmal aktiviert, wird alles weiß und alle Gegner sind weg.
Viel Spaß beim Hören!
Tobi & Gordon
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