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Die Spielebranche brennt


Einleitung

Die Spielebranche brennt – und nicht im guten Sinne. Phil Spencer ist raus bei Xbox, Sarah Bond hat das sinkende Schiff gleich mit verlassen, und Nintendo verkauft euch 5-Euro-Patches für Spiele, die ihr schon besitzt. Willkommen im Jahr 2026, wo Zahlenjongleure das Sagen haben und Spieler nur noch eine Zeile in der Excel-Tabelle sind.

In dieser Folge setzen sich eure beiden Lieblings-Spieleentwickler Gordon und Tobi zusammen und lassen ordentlich Dampf ab. Keine Spielereihe diesmal, kein Retro-Check – sondern knallharte Meinungen zur Frage: Was zur Hölle ist eigentlich los bei Microsoft, Sony und Nintendo? Spoiler: Es ist nicht schön.

Von Massenentlassungen über die Exklusivitäts-Apokalypse bis hin zu Nintendos Emulator-Kreuzzug – Gordon und Tobi nehmen kein Blatt vor den Mund. Schnallt euch an, das wird emotional.


Darum geht’s

Die großen Drei der Gaming-Industrie scheinen kollektiv den Verstand verloren zu haben. Microsoft entlässt tausende Mitarbeiter und verschenkt seine Exklusivität, Sony weiß nicht mehr, wofür die PlayStation eigentlich steht, und Nintendo presst jeden letzten Euro aus seinen treuesten Fans. Gordon und Tobi analysieren die Lage – mit der nötigen Portion Zynismus.

Was euch erwartet: Xbox-Implosion 💀 PlayStation-Planlosigkeit 😐 Nintendo-Arroganz 💰 Steam als letzte Hoffnung? 🕹️

Für wen: Für alle, die sich beim Lesen von Gaming-News regelmäßig fragen „Bin ich verrückt oder die?“ Für jeden, der seine 500-Euro-Konsole anguckt und sich fragt, warum das nächste Exklusiv-Spiel auch auf dem PC erscheint. Kurz gesagt – für alle Nerds mit Herz, die verstehen wollen, warum die Branche gerade so hart gegen die Wand fährt.


Die Themen im Detail

Microsoft / Xbox: Der Untergang eines Imperiums

Die Woche war brutal für Xbox-Fans. Phil Spencer, seit über einem Jahrzehnt das Gesicht der Xbox-Sparte, ist raus – ohne Ankündigung, ohne Abschiedsparty. Sarah Bond, verantwortlich für die Games, ist direkt mitgegangen. Wenn so etwas passiert, ohne dass PR-Abteilungen monatelang eine „neue spannende Herausforderung“-Story vorbereiten konnten, dann weißt du: Da ist ordentlich was schiefgelaufen.

Gordon: „Microsofts sind die Spieler scheißegal. Das ist leider so. Das war vor 20 Jahren mal anders. Da waren die auch wesentlich risikofreudiger.“

Tobi: „Alle drehen entweder am Rad oder machen Entscheidungen, die du überhaupt nicht nachvollziehen kannst als normaler Mensch.“

Die Fakten sind erschreckend:

  • Über 6.000 Entlassungen im Gaming-Bereich bei Microsoft
  • Die Xbox-Sparte hat noch nie profitabel gearbeitet
  • „Everything is on Xbox“ bedeutet inzwischen: Alles kommt auch überall anders raus
  • Halo auf PlayStation? Steht im Raum.

Gordon bringt es auf den Punkt: Der Zug ist abgefahren, als Microsoft es nicht geschafft hat, Steam zu kaufen. Das wäre der Move gewesen, der PlayStation das Wasser abgegraben hätte. Stattdessen haben sie jetzt eine Konsole, die eigentlich keine Konsole mehr ist, und Exklusivtitel, die keine Exklusivtitel mehr sind.

Die Zukunft? Die nächste „Xbox“ wird wahrscheinlich keine dedizierte Spielekonsole mehr sein, sondern ein Windows-Derivat – eine Steam Machine in Microsoft-Verkleidung. Und die neue Chefin? Die hat schon mal prophylaktisch verkündet, dass man „kein AI Slop“ machen wird. Wenn du das schon sagen musst…


Nintendo: Die freundlichen Tyrannen

Nintendo macht vieles richtig – und genau das ist das Problem. Weil sie so erfolgreich sind, glauben sie, sich alles erlauben zu können. Und im Moment sind sie auf ihrem „arroganten Höhenflug par excellence“, wie Tobi es nennt.

Gordon: „Nintendo macht vieles richtig, leider. Was Preisgefüge oder Geld angeht, sind die halt frech, aber sie können sich es auch erlauben durch die Exklusivität.“

Tobi: „Nintendo ist gerade total toxisch für die größere Gamer-Community. Einfach weil sie es gerade können.“

Die Switch 2-Problematik:

Das neue Gerät ist im Grunde ein Facelift der Original-Switch. Ja, du kannst jetzt die Controller über den Oberschenkel ziehen und als Maus benutzen. Ja, es gibt echtes Bluetooth für Headsets. Aber ein echter Grund zum Upgraden? Fehlanzeige.

Und dann die Frechheit mit den kostenpflichtigen Patches: Deine Switch-1-Spiele laufen auf der Switch 2 – aber genauso ruckelig wie vorher. Willst du sie smooth spielen? Das macht dann nochmal extra, bitte. Xenoblade Chronicles X? 5 Euro Upgrade. Die Zelda-Spiele? Ebenfalls.

Der Emulator-Kreuzzug:

Nintendo spielt Whac-A-Mole mit Emulatoren und Fan-Projekten. Tobis Lösung? Gordon stimmt zu: Der einzig sinnvolle Move wäre, selbst den besten Emulator rauszubringen und die Konkurrenz damit wegzufegen. Aber dafür müssten sie englischsprachige Entwickler einstellen – und das will Nintendo nicht, „weil die ja Japaner sind.“


Sony / PlayStation: Die Orientierungslosen

Sony ist laut Gordon „der planloseste Haufen überhaupt.“ Die PlayStation 5 Pro? Ein Produkt, das niemand braucht und dessen Mehrwert selbst Digital Foundry nicht überzeugend nachweisen kann.

Gordon: „Gibt’s nicht! Warum sollst du dir eine PlayStation 5 kaufen? Jedes Spiel kommt ein Jahr später auf dem PC raus.“

Tobi: „Die PS5 Pro war von vorne bis hinten so halbarschig. Das ist null angekommen.“

Die Probleme auf einen Blick:

  • Kein Grund mehr für Exklusivkäufe – alles landet auf dem PC
  • Die PS5 Pro bietet keinen sichtbaren Mehrwert
  • PSSR (die Upscaling-Lösung) ist im Grunde dasselbe wie auf dem PC
  • Mark Cerny sitzt in seinem „Wolkenkuckucksheim“
  • Die Controller-Features (Haptic Feedback, Adaptive Trigger) werden nur in drei Spielen vernünftig genutzt

Das Schlimmste: Sony weiß nicht mehr, ob sie eine Gaming-Marke oder eine Lifestyle-Marke sein wollen. Kooperationen mit Puma? Check. Überzeugende Exklusiv-Strategie? Fehlanzeige.


Steam / Valve: Der heimliche Hoffnungsträger?

Valve könnte der Retter sein – aber auch die haben gerade Probleme. Das Steam Deck funktioniert super, aber die nächste Hardware (Steam Machine, VR-Headset) hängt fest, weil der Chip-Markt verrückt spielt.

Gordon: „Es ist der schlechteste Zeitpunkt, gerade Hardware zu releasen.“

Valves Firmenpolitik – nichts rausbringen, was sich nicht selbst trägt – funktioniert bei explodierenden Hardwarepreisen nicht mehr. Gordon prophezeit 999 Euro für die Steam Machine. Ohne Festplatte.


Die Lichtblicke: Double-A-Games

Trotz aller Kritik gibt es auch positive Signale. Die letzten Microsoft-Releases – Avowed, Atomfall, South of Midnight – haben Tobi positiv überrascht.

Avowed (PC/Xbox, 2025)

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🟢 Läuft problemlos

Tobi: „Erwaut ist vielleicht ein bisschen klassischer, aber irgendwie hatte das was.“

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Steam
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Atomfall (PC/Xbox, 2025)

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Tobi: „Diese ganzen letzten Releases von Microsoft mit Atomfall und sowas – das fand ich so erfrischend. Irgendwie ein bisschen experimenteller.“

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Steam
22,48 €
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South of Midnight (PC/Xbox, 2025)

South of Midnight Cover

🟢 Läuft problemlos

Tobi: „Das sind nicht die perfekten Spiele, aber irgendwie sind die anders. Ein bisschen experimenteller.“

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Steam
28,45 €
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Wusstet ihr schon?

💀 Weniger als 20% aller PlayStation-4-Käufer haben mehr als ein Spiel gekauft. Der Rest spielt nur FIFA oder Call of Duty.

📊 Gaming konkurriert nicht nur mit anderen Games – sondern auch mit Netflix, Pornografie und Online-Gambling um die Aufmerksamkeit der Menschen. Laut Analysten „versagt“ Gaming gegen die anderen Ablenkungen.

🎮 Nicht mal 1% der Spieler erreicht das Ende eines durchschnittlichen AAA-Games. Warum also überhaupt ein Ende entwickeln?

🇯🇵 Microsoft hat in den frühen 2000ern versucht, Nintendo zu kaufen. Die Japaner haben herzlich gelacht. Es gibt sogar Gesetze in Japan, die solche Übernahmen erschweren.

💰 Die PlayStation 3 hat etwa 10 Jahre gebraucht, bis sie profitabel wurde. Die PS5 sollte von Tag 1 schwarze Zahlen schreiben – daher der hohe Preis.

🎯 Der beste Move für Nintendo wäre, selbst den offiziellen Emulator rauszubringen und damit alle illegalen Alternativen wegzufegen. Werden sie aber nicht machen.


Das Fazit

Gordon: „Du wirst gerade bestraft, wenn du einer Marke treu bist. Der einzige richtige Weg ist, opportunistisch unterwegs zu sein.“

Tobi: „Für mich wäre es jetzt egal, wenn das am Ende eine Plattform wäre, wo alles drauf läuft, umso besser.“

Die Gaming-Industrie befindet sich in einer Übergangsphase – und Übergangsphasen sind immer schmerzhaft. Die großen Publisher jagen Zahlen statt Spieler, Hardware wird unbezahlbar, und der einzige Gewinner scheint momentan der PC zu sein.

Gordons Prognose: GTA 6 wird der Wendepunkt. Wenn sich das Spiel (das übrigens erstmal nicht für PC erscheint) nicht astronomisch verkauft, dann wird es heißen: „AAA is dead.“ Und dann wird es richtig interessant.


Outro

Viel Spaß beim Hören!

Tobi & Gordon

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Ein Kommentar

  1. Raph Raph

    Prima Folge – gern mehr davon!

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