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Spieleverfilmungen Teil 3 – Von Assassinen im Animus bis Sonics Furry-Jogger-Desaster

Hollywood und Videospiele – eine Liebesgeschichte, die sich anhört wie ein Blind Date zwischen jemandem, der noch nie ein Spiel angefasst hat, und einer Branche, die seit 30 Jahren versucht, ernst genommen zu werden. Willkommen bei Teil 3 der großen Spieleverfilmungen-Retrospektive, in der Gordon und Tobi, zwei ausgebildete Spieleentwickler und Hosts des Videogamecasts, sich durch den nächsten Schwung Gaming-Filme kämpfen – von Assassin’s Creed über Detective Pikachu bis zu dem kollektiven Facepalm, das die Welt beim ersten Sonic-Trailer erlebt hat.

Die beiden setzen dort an, wo sie in Teil 2 aufgehört haben: bei Warcraft. Und wie Gordon so schön zusammenfasst: “Ich weiß, dass wir drüber geredet haben, dass ich die Story nicht verstanden habe.” Willkommen im Club. Macht euch bereit für Rotten-Tomatoes-Scores, die euch zum Weinen bringen, Kanye-West-Soundtrack-Entscheidungen, die niemand versteht, und die Frage aller Fragen: Essen die Leute in der Pokémon-Welt eigentlich Pokémon?

Wer die ersten Teile verpasst hat, findet hier Teil 1 der Reihe.


Assassin’s Creed – Michael Fassbender und die spanische Inquisition

“18 Prozent bei Rotten Tomatoes”, sagt Gordon trocken. Und das bei einem Film, der auf dem Papier alles richtig macht: Michael Fassbender in der Hauptrolle – der Magneto aus den X-Men, der Roboter aus den Alien-Filmen. “Sehr, sehr guter, sehr glaubwürdiger Schauspieler”, findet Gordon. “Aber ob man ihm einen Assassinen abkauft?”

Das Problem bei der Spieleverfilmung von Assassin’s Creed ist nicht die Besetzung, nicht die Kameraführung und auch nicht das Budget. Es ist der Soundtrack. Kanye West. In einem Film über die spanische Inquisition. “Das macht den Film nicht unbedingt sympathisch, dass da halt absoluter Hop die Musik gemacht hat”, meint Gordon. Tobi pflichtet bei: Bei der E3 gab es ein 8-minütiges orchestrales Assassin’s-Creed-Medley – wuchtig, schwer, spannend. Und dann packen sie Rapmusik in den Film. “Hätten sie doch wenigstens Pitbull genommen, der kann wenigstens Spanisch”, kontert Gordon. Tobi wirft ein: “Dann noch lieber Monty Python. Nobody expects the Spanish Inquisition.”

Was die Kritiker wirklich gestört hat: Der Animus – die Maschine, mit der man in die Vergangenheit reist – wurde komplett umgestaltet. Der Protagonist hängt an einem mechanischen Arm frei in der Luft. “Das sieht aus wie GLaDOS aus Portal”, beschreibt Tobi. “Aber es gab kein Cake am Ende des Animus.”

240 Millionen Dollar Box Office klingt erstmal nicht schlecht. Aber bei einem Hollywood-Budget in dieser Größenordnung reicht das bei weitem nicht. Und auch Gordon muss gestehen: “Ich habe den Film nicht komplett gesehen.” Tobi? “Überhaupt nicht.” Na dann. Nächster.


Resident Evil: The Final Chapter – Hoffentlich wirklich das Ende

“Na hoffentlich”, kommentiert Gordon den Untertitel “The Final Chapter”. Und er hat Recht: Nach sechs Filmen, in denen Paul W.S. Anderson seine Frau Milla Jovovich regelmäßig gegen Zombies antreten lässt, hat die Reihe ihren Bogen so weit überspannt, dass Gordon ab Teil 3 komplett ausgestiegen ist. “Mich hat das so angepisst, wie sie immer wieder irgendwelche Charaktere so rausgezogen haben.”

Tobi hat zwar alle Filme gesehen, bringt aber in seiner Erinnerung “die letzten drei Filme so ein bisschen durcheinander. Das zeigt eigentlich schon, wie generisch die Reihe irgendwann geworden ist.” Irgendwas mit einer holographischen Vorstadt, Millionen Alice-Klone und einer Geschichte, die keinen Sinn ergibt. “Der Paul W.S. Anderson hat wahrscheinlich jedes Jahr mal auf sein Konto geguckt und so: Oh, wird eng. Wir brauchen einen neuen Film.”

37 Prozent bei Rotten Tomatoes. Klingt schlecht, ist aber auf der Spieleverfilmungen-Liste tatsächlich einer der höheren Werte. Der erste Resident Evil hatte nur 34 Prozent, Mortal Kombat fast 50 Prozent. Die Messlatte lag halt nie besonders hoch.

Die beiden sind sich einig: Die Spieleverfilmungen sind “sicherlich unterhaltsam, aber eben nicht für jemanden, der Resident Evil Fan ist.” Für echte Fans sind die animierten CG-Filme das Maß der Dinge – aber dazu kommen wir noch.


Tomb Raider – Alicia Vikander und das Himiko-Problem

Gordon hat sich diesen Film tatsächlich auf Blu-ray gekauft. “Fand ich auch tatsächlich so okay.” Nicht überragend, aber auch nicht schlecht. Im Vergleich zu den Angelina-Jolie-Filmen fehlt der “Trash Charm” – die ersten beiden waren “sehr cartoonig”, der neue Film mit Alicia Vikander ist “relativ nah an der Realität gehalten.”

Was Tobi stört: Der Film basiert auf dem Reboot-Spiel, das sich explizit um mystische Elemente dreht – die japanische Zauberin Himiko, übernatürliche Kräfte, der Moment, in dem Lara erkennt, dass es Dinge gibt, die über die Vorstellungskraft hinausgehen. Dieser Moment macht sie zur Tomb Raiderin. Und was macht der Film? Erklärt alles mit Wissenschaft. Himiko ist kein übernatürliches Wesen, sondern Patient Zero einer Superseuche. “Das fand ich sehr merkwürdig”, sagt Tobi. “Weil es geht in dem Reboot gerade darum, dass sie diesen Hauch von Mystizismus findet.”

Die Story? Lara ist Studentin, jobbt sich durch, findet Hinweise auf ihren verschollenen Vater, reist auf eine Insel, trifft auf Trinity (den bösen Geheimbund), befreit Gefangene und geht am Ende “wie Rambo” durch ein feindliches Lager. “Drehung, Kopfschuss, Drehung, Kopfschuss. Das war echt total übertrieben”, findet Tobi.

52 Prozent bei Rotten Tomatoes und 274 Millionen Dollar Box Office. Gordon fasst zusammen: “Ein Film, den man sich angucken kann. Der macht nichts grundlegend falsch.” Höheres Lob gibt es bei Spieleverfilmungen selten.

Und Nick Frost hat ein Cameo, in dem er Lara am Ende ihre typischen Pistolen verkauft. “Das fand ich ziemlich lustig”, sagt Tobi. “Hat den Film so ein bisschen positiv ausklingen lassen.”


Rampage – The Rock prügelt sich mit einem Albino-Gorilla

“Es ist halt scheiße unterhaltsam”, fasst Gordon den Rampage-Film in einem Satz zusammen. “Hat überhaupt nichts mit dem Spiel zu tun. Fertig.”

Für alle, die die Arcade-Spiele nicht kennen: In Rampage spielt man Menschen, die sich in Riesenmonster verwandeln und Städte plattmachen. Im Film kümmert sich Dwayne “The Rock” Johnson stattdessen um einen Albino-Gorilla, der durch Gen-Editing immer größer wird. Dazu kommen ein Wolf und ein Riesenkrokodil, und dann lässt man sie halt kämpfen. “Im Sinne von Godzilla: Lass sie kämpfen.”

Gordon hatte den Film zuerst mit Jumanji verwechselt und angefangen, sich über “Wow, we in game now” aufzuregen. Tobi korrigiert: “Das war Jumanji, und da war es absichtlich.” Bei Rampage ist es einfach nur: “Alles explodiert und alles verbrennt. So wie San Andreas, auch mit The Rock.”

51 Prozent bei Rotten Tomatoes. Die Hälfte der Kritiker fand’s okay. Die andere Hälfte hat wahrscheinlich das Spiel noch weniger gespielt als die Filmemacher.


Pokémon: Meisterdetektiv Pikachu – Deadpool als gelbe Ratte

“Er war merkwürdig.” – Tobi über Meisterdetektiv Pikachu

“Stell dir vor, du hast so einen Lappen als Hauptcharakter und der muss mit der Tussi von Lazy Town zusammen Pokémon Detektiv spielen, und Pikachu hat die Stimme von Ryan Reynolds.” So beschreibt Tobi den Film. Und er übertreibt kaum.

Die Spieleverfilmung spielt in einer Stadt, in der Pokémon frei mit Menschen zusammenleben. Gordon hat sofort die entscheidende Frage: “Was essen die Leute?” Tobis Antwort ist pragmatisch: “Dem Film nach sind alle Tiere Pokémon.” Und Gordon, gnadenlos: “Also bestehen Buletten zu 50 Prozent aus Quiekel – das Schweine-Pokémon – und zu 50 Prozent aus Miltank – das Kuh-Pokémon.”

Die Story? Ein Junge, der nie Pokémon-Trainer geworden ist, findet ein sprechendes Pikachu mit Gedächtnisverlust. Zusammen suchen sie seinen vermissten Vater. Am Ende ist alles “Deus Ex Machina” und “ganz viele Szenen, die halt große Pokémon zeigen, sind total inkonsequent weitergeführt. Die verpuffen einfach.”

Was funktioniert: Die visuellen Effekte. Die Pokémon zum Leben zu erwecken – das ist beeindruckend. Ein Ditto, das sich in Menschen verwandelt, mit diesen kleinen Kohlenaugen? “Das ist das Gruseligste, was ich jemals gesehen habe”, sagt Tobi. Und Mr. Mime? “Den würden die überfahren. Roadkill. Und dann darf’s essen. Muss nicht, in Amerika.”

67 Prozent bei Rotten Tomatoes. Der erfolgreichste Film auf der gesamten Spieleverfilmungen-Liste – über 433 Millionen Dollar Box Office, knapp hinter Warcraft. Weil halt Pokémon.


Sonic – Der kollektive Facepalm und die Furry-Jogger-Katastrophe

Und dann war da Sonic. Ende 2018 tauchte ein einziges Poster auf, eine Risszeichnung des berühmtesten blauen Igels der Welt – und jeder dachte: Das muss ein Fake sein.

Dann kam der Trailer.

“Man konnte Videospiel-Fan-Facepalms über die ganze Welt hören”, beschreibt Gordon den Moment. Was hatten sie falsch gemacht? “Sie haben versucht, ihn realistisch zu gestalten”, erklärt Tobi. “Sein Körper in reale Proportionen übersetzt, einen richtigen Mund mit Zähnen gegeben, und seine Augen – die eigentlich ein Auge darstellen – in zwei realistische Augen aufgeteilt.”

Das Internet war gnädig wie immer. Der Vergleich, der am besten passte: “Als ob sie einen kleinwüchsigen, leptosomen Menschen in einen Sonic-Anzug gesteckt haben. Es fehlt nur noch vorne der Reißverschluss.” Ein Furry-Jogger in CGI. Und das bei einem Budget von 90 Millionen Dollar, von denen ein Großteil für Jim Carrey als Dr. Robotnik draufgegangen sein dürfte.

Keine Woche später hatte ein Fan den Charakter komplett neu gerendert – spielgetreu, mit den richtigen Proportionen. Sah tausendmal besser aus. Regisseur Jeff Fowler entschuldigte sich öffentlich und kündigte ein komplettes Redesign an. Der Kinostart wurde verschoben.

Tobi analysiert nüchtern: “Ich denke, das war nicht das Kreativteam, das das verbockt hat. Das wird eine Board-Entscheidung gewesen sein. Die selben Leute, die immer meinen, Animation muss immer irgendwie Kiddy-Kacke sein.”

Und Gordon bringt die Sache mit Sonic generell auf den Punkt: “Es lastet einfach ein Fluch auf Sonic. Es ist die eine scheiß Entscheidung nach der anderen. In den letzten 20 Jahren.”


Monster Hunter – Paul W.S. Anderson schlägt zurück

“Er hat seine Frau noch mal aus der Tiefkühltruhe rausgelassen”, kommentiert Tobi trocken, als das Thema Monster Hunter aufkommt. Paul W.S. Anderson, der Mann hinter sechs Resident Evil Filmen, einer Pompeii-Verfilmung und Death Race 3: Inferno, hat sich als nächstes Spieleverfilmungen-Opfer ausgerechnet Monster Hunter ausgesucht. Milla Jovovich in der Hauptrolle. Natürlich.

Tony Jaa ist auch dabei – einer der berühmtesten Martial-Arts-Schauspieler der Welt. Auf Set-Fotos trägt er spieltypische Rüstung mit überdimensionierten Schwertern. Das sieht zumindest nach Monster Hunter aus. Aber Gordon setzt eigentlich “gar nichts auf Paul W.S. Anderson nach Event Horizon.”


Die Animationsfilme – Wo Spieleverfilmungen wirklich funktionieren

In der zweiten Hälfte der Episode widmen sich Gordon und Tobi den animierten Spieleverfilmungen. Und hier gibt’s tatsächlich Highlights.

Final Fantasy: The Spirits Within – Die 137-Millionen-Dollar-Renderfarm

2001 wollte Square mit dem ersten fotorealistischen CGI-Film die Filmbranche revolutionieren. “Das wird alle Schauspieler ersetzen!”, hieß es damals. Was folgte, war einer der spektakulärsten Flops der Filmgeschichte: 137 Millionen Dollar Produktionskosten, nur 85 Millionen Dollar eingespielt.

Das Problem: Uncanny Valley. “Alles, was so realistisch aussieht, aber halt nicht realistisch genug, gruselt dich richtig”, erklärt Tobi. “Dein Gehirn ist darauf trainiert, auch kleinste Mikrogesten in Gesichtern zu lesen. Und wenn die fehlen, kippt das total.”

Fun Fact, den Tobi aus einer Reportage mitbringt: Square hat für den Film eine eigene Serverfarm mit circa 1.000 Silicon-Graphics-Workstations gebaut – “das war zu dem Zeitpunkt die größte Serverfarm, die es gab.” Und trotzdem hat das Rendering vier Jahre gedauert. “Heutzutage haben diese 1.000 Rechner wahrscheinlich genauso viel Rechenkapazität wie mein Telefon”, merkt Tobi an.

Noch absurder: Die Hauptcharakterin Aki Ross wurde in die Maxim-Hot-100-Liste geschoben. Ein komplett künstlicher CGI-Charakter in einer “Heißeste Frauen”-Liste. “Gruselig”, findet Gordon. “Ekelig und gruselig”, pflichtet Tobi bei.

Final Fantasy VII: Advent Children – Sephirot-Droge für Fans

Ganz anderes Kaliber. “Für als Fan von Final Fantasy 7 kann man sich den echt geben”, sagt Tobi. Die Geschichte? “Totaler Quark.” Cloud ist die ganze Zeit depressiv. Aber ab dem Moment, wo Bahamut auftaucht, wird der Film “pure Droge.”

“Alle arbeiten zusammen, um den zu besiegen, und dann kriegt Cloud seinen ultimativen Showdown”, schwärmt Tobi. “Wo Sephiroth sein Schwert in sieben Schwerter aufteilt und dann alle zusammennimmt und Cloud durchbohrt. Und One Winged Angel im Hintergrund abgeht.” Diese letzte halbe Stunde guckt sich Tobi immer wieder an. “Allein dafür lohnt sich der ganze Film.”

Die CG Resident Evil Filme – “Visuell ganz nett, regt einen aber nur auf”

“Alle sind scheiße, was die Story und die Charaktere angeht”, fasst Tobi die drei CG Resident Evil Filme zusammen. Aber visuell? “Die Monster, wie die animiert sind – richtig cool.” Der erste Film (Degeneration) ist noch am nächsten an den Spielcharakteren dran. Beim zweiten (Damnation) sind die Dialoge “richtig aggressiv dumm.” Und im dritten taucht plötzlich “ein Helikopter mit einer Railgun oder so einer Partikelbeschleunigerkanone auf, die durch die halbe Stadt durchschießt.” Tobis Fazit: “Visuell ganz nett immer, aber regt einen eigentlich nur auf.”

Castlevania – Verpasstes Potenzial auf Netflix

“Die verlieren sich so super krass in irgendwelchen Nebencharakteren, die für die Story kaum Belang haben”, klagt Tobi über die Netflix-Serie. Gordon stimmt zu: “Das hätten sie echt auf so drei Episoden reduzieren können und hättest du ein richtig geilen Anime-Film draus machen können.”

Staffel 1 war spannend. Staffel 2? “Dracula sitzt eigentlich nur irgendwo im Stuhl rum und ärgert sich.” Und dann diese zwei Schmiedemeister, die 50 Prozent der Screentime auffressen: “Ich habe wirklich so einen unglaublichen Hals. Die sind so geil auf diese Nebencharaktere und ich verstehe es einfach nicht.”

Tobi erwähnt auch kurz die Bayonetta-Anime-Verfilmung (“wirklich spaßig, kann man sich angucken”), den Ace Attorney-Film (“originaltreu das erste Spiel nachgestellt, bis zu den Frisuren und Kameraeinstellungen”), den Professor Layton-Film (“ein wunderschöner Kinderfilm, Ghibli-mäßig”) und die Dead Space-Animationsfilme.

Passend zum Thema: Unsere komplette Sonic-Retrospektive und unsere Resident Evil Retrospektive.


Warum Spieleverfilmungen so schwer sind – Gordons und Tobis Fazit

Zum Schluss wird’s nachdenklich. Warum scheitern Spieleverfilmungen so oft? Tobi hat eine Theorie: “Spiele sind so komplex, dass es super schwer ist, das wieder auf bestimmte Elemente zu reduzieren.” Ein Prügelspiel lebt vom Gefühl der Kompetenz und Reaktionszeit – das lässt sich nicht in eine Hollywood-Formel pressen. Ein Tetris-Film? “Was bietet denn dieses Spiel als Grundlage?” Gordon weiß die Antwort: “Ich wette, dass nachher irgendwelche Leute in großen tetrisblockgeformten Schiffen antreten.”

Tobis Plädoyer: “Du musst mit den Filmformaten experimentieren. Nicht immer nur versuchen, daraus das Hollywood-Schema zu machen.” Er erinnert an den 15-minütigen Uncharted-Fanfilm mit Nathan Fillion, der aussah wie ein echter Film – “sehr high budget, du siehst gar nicht, dass es ein Fanfilm ist.” Oder die Mortal-Kombat-Miniserie auf YouTube mit Jeri Ryan. “Die sind anders an das Thema rangegangen. Erwachsen. Und das funktioniert halt.”

Gordon bringt es auf den Punkt: “Aber was halt nur gemacht wird, ist: Wir wollen unbedingt noch einen Hollywood-Film raushauen, und was ist eine bekannte Marke? Ah ja, klatschen wir wieder drauf und es wird schon jemand gucken.”

Wer alle Teile der Spieleverfilmungen-Reihe nachlesen will: Teil 1, Teil 2, und natürlich Teil 4 mit Uncharted.


🧠 Wusstet ihr schon?

🎬 Die Renderfarm für Final Fantasy: The Spirits Within (2001) bestand aus rund 1.000 Silicon-Graphics-Workstations – damals die größte ihrer Art – und brauchte trotzdem vier Jahre, um den Film fertig zu rendern. Bei Produktionskosten von 137 Millionen Dollar und nur 85 Millionen Dollar Einkommen einer der größten Flops der Filmgeschichte.

🎮 CGI-Hauptcharakterin Aki Ross aus Final Fantasy: The Spirits Within wurde damals in die Maxim Hot 100 Liste gewählt – als komplett künstlich erschaffener Charakter neben echten Menschen.

🦔 Der erste Sonic-Filmtrailer löste 2019 so massive Fan-Proteste aus, dass Regisseur Jeff Fowler sich öffentlich entschuldigte und den Kinostart um drei Monate verschob, um das komplette Characterdesign neu zu machen.

🕹️ Das Arcade-Spiel Death Race (1976) war eines der ersten Videospiele, das eine große “Gewalt in Spielen”-Debatte auslöste – Eltern rotteten sich zusammen, um die Arcade-Automaten physisch aus den Spielhallen zu entfernen.

🎵 Die Assassin’s-Creed-Spielereihe ist bekannt für ihren orchestralen Soundtrack – umso unverständlicher, dass der Film von 2016 ausgerechnet Kanye West für die Filmmusik verpflichtete.


Viel Spaß beim Hören!
Tobi & Gordon
Trefft uns auf unserem Discord-Server: discord.videogamecast.de
Schaut uns live zu auf Twitch: twitch.tv/videogamecast

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